Preise - Stundenlöhne kalkulieren

Wie kalkuliert man Preise?

Preise im Bereich Dienstleistung müssen kalkuliert werden. Produkten wird jedoch häufig, sogar meistens, der empfohlene VK Preis zugrunde gelegt. Der Händler bekommt vereinbarte Prozente auf die Ware, es ergibt den EK Preis. Diese Nachlässe vom Lieferanten werden oft unterschiedlich aus verschiedenen Gründen vergeben, Stückzahlen, Verhandlung,Standort, Umsätze, Gebietsschutz etc. eine unverbindliche Preisempfehlung machen sich Handel und Lieferant mitunter zur "Verbindlichen"

Preisfindung - kostendeckend arbeiten

Preise im Bereich Dienstleistung werden von kleinen Unternehmern mitunter sehr "salopp" kalkuliert. Teilweise funktioniert es auch nur so. Der Markt, die Konkurrenz, die Nachfrage, der Wettbewerb gibt Zahlen vor. Langfristig bzw. dauerhaft ist es eine sehr gefährliche Sache. 

Eine Firma muss zumindest kostendeckend arbeiten. Alles andere ruiniert den Betrieb.

Als Erstes möchte ich Sie darauf hinweisen, dass nachstehende Tipps sehr vereinfacht und simpel dargestellt sind. Dieser Artikel ist auch nur entstanden, um diese Fehler zu vermeiden und überhaupt keine Kalkulation gemacht wird. Per Daumen zu deutsch gesagt. Nur das kostet langfristig die Existenz, deshalb wenigstens das Nötigste bitte.

Anleitung zum Preise kalkulieren.

Checkliste

Es ist bei Kleinunternehmen verbreitet die Preise einfach zu überschlagen. Fast immer wird sich nur an den Mitbewerbern orientiert. Natürlich ist das ein wichtiger Aspekt, nur wenn ich mit meiner Firma nicht so wirklich gut verdiene, alles nur ein "von der Hand in den Mund" ist und das obwohl der Umsatz ausgesprochen gut ist. 

Die Frage, wie machen das die Anderen ist die, was hinter deren Preiskalkulation steckt. Natürlich beobachtet man den Markt, nur muss es in die Preisfindung einbezogen werden. In der Regel liegt es an den Fixkosten, Strategie, Businessplan etc. einer Firma, möglicherweise auch die eigenen Arbeiten. Woher ich das weiß, es ist sogar sicher weil so machen es die Anderen. 

Jeder Betrieb hat unterschiedliche feste Kosten, z.B. Berufsgenossenschaft, Mieten, Ausstattung usw. man muss herausfinden an welchen Stellen Kosten eingespart werden können und man muss die Preise dann realistisch festlegen. Mitunter ist der Preis nicht ausschlaggebend, es zählt die Firma die es macht. 

Um Preise kostendeckend zu ermitteln, muss man sich einfach mal hinsetzen und Zahlen notieren und etwas hin und her rechnen. Da führt kein Weg dran vorbei. Natürlich müssen Sie sich auch am Markt orientieren aber auch das bedeutet kalkulieren und wieder rechnen. Ihr Mitbewerber hat das auch getan und stützt seine Preise sicher auf ein ganz anderes Fundament wie Sie. Er spart, vielleicht wo Sie es nicht tun, er hat vielleicht die günstigeren Möglichkeiten was auch immer. Nur dieses müssen Sie für Ihren Betrieb überprüfen und ermitteln. Sonst kann das böse, böse enden. Machen sie sich diese Arbeit Preise zu ermitteln und sichern Sie sich durch diese Aktion ab. Es gibt Unmengen an Beispielen, wenn jemand billiger als Sie anbietet.

Der Mitbewerber eine andere Situation hat, er große Mengen abnimmt, weil wenig oder keine Kredite bedient, weil er Arbeitsabläufe anders strukturiert hat, weil sein Bruder beim Daimler Connection hat, und, und, und.

Wenn Sie den Fehler machen, Ihre Preise an die Preise der Mitbewerber anzupassen, werden Sie langfristig wie »Viele« genauso knapsen und mäßigen Erfolg haben oder gleich die Hütte dichtmachen. Bevor Sie Ihre Preise am Markt zurechtrücken bitte unbedingt Status und Kosten ermitteln und dann Preise kalkulieren.

Fixkosten Checkliste ist die unumgängliche Hilfe zur Preisfindung. Preise sollten auf jeden Fall immer wieder mal neu kalkuliert werden denn Sie wollen am Ende doch langfristig Gewinn machen. Wenn man nicht weiß, welcher Preis zwingend nötig ist, ist es schwierig, damit Preisverhandlungen zu gehen. Womöglich arbeiten Sie am Ende für nichts oder noch schlimmer Sie zahlen drauf. Deshalb machen Sie sich einmal die Mühe Ihre Kosten aufzustellen. Viele Unternehmer haben keine kaufmännische Ausbildung und rechnen oft falsch. 

Wenn Sie sich am Markt orientieren, ist das natürlich auch ein wesentliches Kriterium aber Sie brauchen die Sicherheit kostendeckend zu arbeiten. Freiberufler und Selbstständige Handwerker, Dienstleister Einzelkämpfer, alle kleinen Firmeninhaber neigen dazu sich nur am Markt zu orientieren und denken oft nicht über die Kostendeckung nach. Für jede Preisfindung ist es von großer Tragweite, zunächst mal sein eigenes „Gehalt“ zu kennen. Das heißt Kosten die Sie zwingend privat benötigen. Machen Sie sich die Arbeit und rechnen Sie mal alle privaten Kosten aus und legen Sie Ihr fiktives Gehalt fest. Vergessen Sie nicht die Ausgaben für Urlaub, Anschaffungen etc. Diese Kosten werden zur Position Lohnkosten addiert.

Der Artikel Fixkosten privat und geschäftlich ermitteln, ist für Sie sehr interessant, er hilft, die immens hohen Posten nicht zu vergessen. Da geht es um Festkosten aufzuspüren, er ist ebenso leicht zu verstehen und keine Wissenschaft.

Rechnen Sie Ihre Betriebskosten aus. Miete Büro ggf. Eigentumskosten - Fahrzeuge - Personal Lohnkosten Betriebsausstattung etc. die geschäftlichen Betriebskosten, damit haben Sie schon einmal die Kosten, die Sie für Ihre Firma aufwenden. Nutzen Sie die Vorlagen, bitte zumindest man durchlesen. Auch die privaten Fixkosten ermitteln, Kosten, die Sie zwingend für Ihre privaten festen Ausgaben erwirtschaften müssen. Ihr Gehalt sozusagen diese dauerhaften Kosten benötigen Sie unbedingt und zwingend für Ihre Preiskalkulation. Schätzen Sie auf keinen Fall, diesen Fehler machen kleine Betriebe sehr häufig, gerade weil alles so überschaubar scheint.

Gehen Sie wirklich auf Nummer sicher, um langfristig zu bestehen.

Wenn Sie mithilfe der Fixkostentabelle die festen Kosten ausrechnen, werden Sie sehr schnell und einfach Ihren erforderlichen Stundenlohn ermitteln. Vielleicht liegen Sie viel zu niedrig mit Ihren Stundenlöhnen, Sie tragen Ihre laufenden Kosten nur noch durch die vorhandenen Aufträge. Eine Umsatzflaute wird Sie über kurz oder lang völlig in die Knie zwingen.

Umsatz pro Mitarbeiter erzielen.
Kosteneffizienz kann man je nach Branche z.b. im Bereich Dienstleistung vereinfacht sagen, es muss pro Mitarbeiter in Deutschland ca.  110.000,00 € Umsatz zugrunde gelegt werden. Rechnet man die Gewinnspanne dazu aus, erzielt man, wenn es gut läuft, ca. 12.000,00 € (meistens weniger und ohne Steuern) pro Jahr. Das ist wenig, wird hier nicht messerscharf kalkuliert, kann es noch schlimmer aussehen.

Die nachstehenden Zahlen sind fiktive Stundenlöhne - Beispiele/Dienstleistungen

Fixkosten Geschäft

Fixkosten Privat

Feste Kosten Gesamt: 

10.000,00 €

4.000,00 €

14.000,00 €

Geteilt durch Arbeitsstunden 
14.000,00 € : 1200 Stunden

Netto Arbeitslohn
Gewinnspanne 

Stundenlohn
zzgl. MWST

Stundenlohn Gesamt

12,00 €

14,00 €
10,00 €

36,00 €
 6,84 €

Achtung 
plus die nicht in Fixkosten enthaltenen Steuern z. B. Gewerbesteueranteil etc.

42,84 €
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Sie hätten jetzt den Stundenlohn für einen Mitarbeiter, die Rechnung sieht, anders aus bei mehreren Mitarbeitern. Hier teilen Sie Ihre gesamten Festkosten durch die Anzahl der Stunden aller Mitarbeiter. 

Sie werden sicher denken, hey mein Verdienst wird ja immer größer, wenn ich viele Mitarbeiter habe. Nur bedenken Sie Ihre betrieblichen Fixkosten steigen dadurch enorm (Personalkosten – ein riesiger Posten). Ab einer bestimmten Anzahl von Mitarbeitern rechnet sich das dann, (die größeren Firmen als Beispiel).

Sie werden anhand dieser Kalkulation sehr mühelos den Stundenlohn ermitteln und bestimmen können. Sie merken bei entsprechender Auftragslage, schnell, wo die Obergrenze der Anzahl an Mitarbeitern liegt. Orientieren Sie sich vielleicht abschließend noch bei der Konkurrenz, ggf. liegt Ihre Gewinnspanne höher oder tiefer bzw. je nach Branche.

Diese Kalkulation bietet selbstverständlich nur Anhaltspunkte. Bei »Herstelllenden Betrieben« rechnet man natürlich detaillierter.

Auch wenn ich mich wiederhole, ich habe es aber immer wieder erlebt, dass ein solides Unternehmen an einer falschen Kalkulation gescheitert ist.

Bevor Sie aber überhaupt keine Kalkulation machen, sollten Sie zumindest diese Basis und Eckdaten ausrechnen. Leerlauf, mangelnde Aufträge, unproduktive Arbeiten müssen abgefangen werden, damit Ihr Unternehmen auch weiter besteht.

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